Haarausfall - was dahinter steckt

Bei Männer können schon in jungen Jahren die Haare ausfallen.
Weitere 4 Fotos ansehen

© ia_64 / Fotolia

Bild 1 von 5
  • Bei Männer können schon in jungen Jahren die Haare ausfallen.

    © ia_64 / Fotolia

    Bei Männer können schon in jungen Jahren die Haare ausfallen.

  • Haarbüschel im Kamm - bis zu 100 Haare verliert ein Mensch pro Tag. Das ist ganz normal.

    © Mellimage/Fotolia.com

    Haarbüschel im Kamm - bis zu 100 Haare verliert ein Mensch pro Tag. Das ist ganz normal.

  • Meist ist der Haarausfall erblich bedingt.

    © Sabimm/Fotolia.com

    Meist ist der Haarausfall erblich bedingt.

  • Rasieren oder Kaschieren: Vielleicht gefällt Ihnen eine komplette Typveränderung?

    © Dream-Emotion/Fotolia.com

    Rasieren oder Kaschieren: Vielleicht gefällt Ihnen eine komplette Typveränderung?

  • Mit Medikamenten lässt sich der Haarausfall manchmal bremsen, aber nicht ganz verhindern.

    © Firma V/Fotolia.com

    Mit Medikamenten lässt sich der Haarausfall manchmal bremsen, aber nicht ganz verhindern.

Der Schauspieler Till Schweiger, der Fußballer Arjen Robben und Prince William haben etwas gemeinsam: Schon in jungen Jahren lichten sich bei ihnen die Haare. Dabei kennt das jeder: Beim Haare waschen hat man plötzlich jede Menge Haare in der Hand oder auf dem Boden des Bades bildet sich ein feiner Haarteppich.

Mehr zum Thema

Jeder Mensch verliert bis zu 100 Haare pro Tag – ein paar Haare im Kamm sind also noch nicht besorgniserregend oder ein Hinweis darauf, dass die Haare weniger werden. Allerdings fallen vor allem bei Männern die Haare oft schon in jungen Jahren aus – Geheimratsecken, Teilglatze am Hinterkopf oder die gesamte Haarpracht weg. Bei vielen nagt das am Selbstbewusstsein. Denn Haare gelten als attraktiv und sexy. Mediziner unterscheiden verschiedene Arten von Haarausfall. Wir sagen Ihnen, welche die wichtigsten sind und wo die Unterschiede liegen!

Warum die Haare ausfallen

Hormonell-erblicher Haarausfall

Der hormonell-erbliche Haarausfall ist vor allem ein Problem der Männer - Frauen trifft diese Form des Haarausfalls (Alopecia androgenetica) nur selten. Die Haare lichten sich bei Betroffenen schon in jungen Jahren. Grund: Die Haarwurzeln dieser Personen reagieren empfindlich auf das Sexualhormon Testosteron - sie sterben ab und die Haare fallen aus. Mit Haartransplantationen und Medikamenten (wie Finasterid oder Minoxidil) versuchen Betroffene, den Haarschwund aufzuhalten.

Kreisrunder Haarausfall

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) ist insgesamt selten. Bei dieser Form bilden sich kleine, runde Kahlstellen. Manchmal fallen auch sämtliche Haare aus. Die genaue Ursache ist unklar. In vielen Fällen wächst das Haar nach einigen Monaten bis einem Jahr nach – häufig fallen sie aber im Anschluss erneut aus.

Diffuser Haarausfall

Beim diffusen Haarausfall (Alopecia diffusa) dünnen die Haare insgesamt aus. Schuld daran sind zum Beispiel Stress, Fehlernährung, eine Hormonumstellung oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Je nach Ursache gestaltet sich auch die Therapie des diffusen Haarausfalls.

Daneben gibt es noch weitere Gründe, warum die Haare spärlich auf dem Kopf sprießen. Beispiele sind Kopfpilz, Schuppenflechte oder Medikamente (Zytostatika bei Krebstherapie).

Welche Therapien nützen?

In manchen Fällen können Medikamente den Schwund der Haarpracht aufhalten oder teilweise sogar umkehren - meist allerdings nur, solange die Mittel angewendet werden. Ob und welche Medikamente für Sie infrage kommen, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.
In Drogerien, Supermärkten und Apotheken gibt es viele Produkte, die Haarwachstum stärken oder Mangelerscheinungen ausgleichen sollen. Meist reicht aber eine ausgewogene Ernährung, um den Körper mit den notwendigen Stoffen zu versorgen.

Tipps bei Haarausfall

  • Versuchen Sie kahle Stellen mit noch vorhandenen Haaren abzudecken.
  • Denken Sie über eine Typveränderung nach: überlegen Sie, ob Sie die Haare ganz kurz schneiden oder sogar ganz abrasieren.
  • Haarteile sind eine Möglichkeit, um den Haarausfall zu kaschieren. Lassen Sie sich von einem spezialisierten Friseur beraten.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen, um einen Haarausfall durch Vitamin- oder Mineralstoffmangel zu vermeiden.
  • Falls Sie Veränderungen Ihrer Kopfhaut wie Entzündungen, Juckreiz oder starke Schuppung bemerken, ist eine Besuch beim Hautarzt ratsam.
Stand: 16.01.2013

Vorlage: Martina Feichter
Redaktion: Ingrid Müller