Schweißfüße - was wirklich hilft

Was haben Menschenfüße mit Geckos gemeinsam? Beide haben einen leichten Feuchtigkeitsfilm auf den Fußsohlen, der in beiden Fällen eine besonders gute Bodenhaftung gewährleistet. Bei manchen Personen sind die Fuß-Schweißdrüsen allerdings überproduktiv und sondern zu viel Flüssigkeit ab.

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Bakterien freuen sich über diese Nahrungsgrundlage - produzieren beim Zersetzen aber leider den typischen „Käsefüße“-Geruch, der seinem Träger nicht unbedingt Freude bereitet. Und auch den anderen nicht.

Aber nicht nur der Schweißgeruch kann den Betroffenen Pein bereiten - durch die dauernde Feuchtigkeit quillt die Haut auf. Sie wird empfänglich für Fußpilze und Viren die Warzen auslösen können.

Die besten Tipps gegen Stinkefüße

  1. Tragen Sie Baumwollsocken
  2. Wechseln Sie Ihre Socken häufig
  3. Waschen Sie die Füße oft mit kaltem Wasser
  4. Entfernen Sie überschüssige Hornhaut
  5. Tragen Sie atmungsaktive Schuhe, die Sie häufig wechseln
  6. Verwenden Sie geruchshemmende Einlegesohlen, z.B. mit Aktivkohle oder Zimt
  7. Gehen Sie möglichst häufig barfuß

Krankhafter Schwitzfuß

Medizinisch spricht man übrigens von Schweißfüßen (Hyperhidrosis plantaris), wenn dort pro Minute pro Fuß 50 Milligramm Flüssigkeit abgesondert wird. Grund für die Überproduktion ist ein gestörtes vegetatives Nervensystem. Hier gibt es spezielle hochdosierte Fußdeos mit Aluminiumchlorid, die den Schweißfluss kurzfristig eindämmen. Auch Botoxinjektionen, die die Nervenleitung unterbrechen, können zeitweilig Linderung bieten. Als letzte Option können sich Patienten auch den entsprechenden Nerv durchtrennen lassen.

Stand: 06.03.2013

Vorlage: Christiane Fux
Redaktion: Luise Heine