Stevia - Gesunde Süße aus dem Urwald

Stevia als Ersatz für Zucker

© Photo SG/Fotolia.com

Stevia ist ein Süßstoff, der voll im Trend liegt. Er hat die zigfache Süßkraft von Zucker, keine Kalorien, greift die Zähne nicht an und ist auch für Diabetiker geeignet. Stevia soll den synthetischen Süßstoffen wie Aspartam oder Saccharin ein bisschen Konkurrenz machen.

Mehr zum Thema

Unter der E-Nummer E960 ist Stevia seit Ende 2011 auch in Deutschland als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Zuvor wurde der Süßstoff als Badezusatz oder Mundspülung deklariert – und durfte so schon zuvor verkauft werden.

Süße aus dem Urwald

Neu ist Stevia nicht: Die Ureinwohner Brasiliens und Paraguays verwenden die Blätter seit Jahrhunderten, in Japan wird der Süßstoff seit den 70er Jahren eingesetzt. Steviolglykoside werden aus den Blättern der Stevia-Pflanze (Stevia rebaudiana, Süßkraut oder Honigkraut) gewonnen - einer Staudenpflanze, die ursprünglich aus Südamerika stammt und später kultiviert wurde.  In Tees werden zum Beispiel die Blätter zum Süßen eingesetzt. Die wichtigsten Steviolglykosiden sind Steviosid und Rebaudiosid-A.

Gut für die Gesundheit

Negative gesundheitliche Effekte sind nicht bekannt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in toxikologischen Tests keine krebserregenden, giftigen oder negativen Auswirkungen auf die Fortpflanzungsorgane oder das ungeborene Leben gefunden. Die EFSA hat für Steviolglykoside einen ADI-Wert ("acceptable daily intake") von 4 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag festgelegt.

Pulver, Tabs und Co

Stevia gibt es für den Privatgebrauch unter anderem als Streupulver, Tabs, Extrakt oder in Flüssigform. Mittlerweile werden sie auch vielen Lebensmittel als Süßungsmittel zugesetzt. Beispiele sind Joghurt, Eis, Getränke, Marmelade oder Bonbons.
Bis zu 300-mal süßer als Haushaltszucker ist ein Stevia-Extrakt, bis zu 30-mal süßer die Blätter. Geschmacklich soll Stevia ähnlich wie Haushaltszucker sein.

Vorlage: Martina Feichter
Redaktion: Ingrid Müller